Der „Deep State“ im passiven Widerstand?
Eine entscheidende Frage bleibt: Wird der amerikanische Staatsapparat (Pentagon, CIA, Außenministerium) diesen Wahnsinn bis zum Ende mitmachen? Nichts ist weniger sicher. In Washington wissen die Karrieremilitärs und Diplomaten, dass die Thule-Basis zu vital ist, um geopolitisches Russisch Roulette zu spielen. Sie sind sich bewusst, dass ein Bruch mit Dänemark die amerikanische Satellitenüberwachung am Nordpol blenden würde.
Wir steuern wahrscheinlich auf einen internen Schattenkrieg zu: eine akribische administrative Sabotage. Der „Deep State“ wird wahrscheinlich versuchen, Trumps Forderungen in endlosen Machbarkeitsstudien und komplexen juristischen Kommissionen versanden zu lassen. Ihr Ziel? Zeit gewinnen, die Verbündeten über parallele Kanäle diskret beruhigen („Hört nicht auf ihn, wir halten den Laden am Laufen“) und verhindern, dass die Laune des Präsidenten ein strategisches Hauptasset in ein irreversibles diplomatisches Desaster verwandelt. Die wahre Schlacht um Grönland wird vielleicht nicht in Nuuk entschieden, sondern in den Fluren des Pentagon.
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